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  Tomi-Ungerer-Ausstellung in Osthofen
ist beendet: Grenzenloser Besucherandrang
 

Die dreimonatige Ausstellung „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei!“ in der Gedenkstätte KZ Osthofen ist am Sonntag zu Ende gegangen / Über 4.600 Besucherinnen und Besucher, viele aus dem europäischen Umland.

Die Ausstellung „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei!“ der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
(LpB) in der Gedenkstätte KZ Osthofen war ein Publikumsmagnet. Die Ausstellung zur Jugend des weltberühmten Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer, der selbst an der Vernissage teilgenommen hatte, lockte über 4.600 Besucherinnen und Besucher
nach Osthofen. 80% von ihnen waren erstmals in der Gedenkstätte.

Uwe Bader, Leiter der Gedenkstätte KZ Osthofen: „Besonders freut uns, dass auch viele Besucherinnen und Besucher aus dem europäischen Ausland die Ausstellung besuchten: vor allem aus Frankreich, insbesondere Elsässer, Luxemburg und der Schweiz.
Selbst ein Schotte besuchte am Wochenende die Ausstellung. Die älteren Franzosen und Luxemburger beeindruckte besonders,
wie authentisch in der Ausstellung die Schrecken der Nazi-Besatzung dargestellt wurden. Ihre eigenen Erfahrungen konnten sie wiedererkennen.“

Thérèse Willer, Konservatorin des Tomi – Ungerer- Museums in Straßburg, war begeistert von der Ausstellung: „Ich hoffe, dass
es uns gelingt die Osthofener Ausstellung nächstes Jahr zu Tomi Ungerers 80. Geburtstag auch in seiner Heimatstadt Straßburg
zu zeigen!“

Die Ausstellung

Erstmals präsentierte der weltbekannte elsässische Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer in einer deutschen KZ-Gedenkstätte
eine Ausstellung mit eigenen Werken und Exponaten aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland
von 1940-45. Vom 11. Mai – 8. August 2010 zeigte die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in der
Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei!“. Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der LpB:
„Diese ganz besondere Tomi-Ungerer-Ausstellung erlaubte uns, 70 Jahre nach der Besetzung Frankreichs durch die Truppen
Nazi-Deutschlands, einen klaren Blick auf die Erfahrung fremder Besatzung, totalitärer Unterdrückung und des Versuchs
 gewaltsamer Vereinnahmung, aber auch von Widerstehen und Widerstand unserer Nachbarn im Elsass zu werfen. Die
Ausstellung war ein künstlerisch-historisches Plädoyer für Frieden, Völkerverständigung und Freiheit in Vielfalt.“

Kooperationspartner der LpB waren das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Conseil Général du Bas-Rhin – Archives Départementales und das Musée Tomi Ungerer – Centre International de l’Illustration Strasbourg. Der Katalog zur Ausstellung ist für 15€ in der Gedenkstätte KZ Osthofen auf schriftliche Bestellung
(plus 5€ Porto- und Versandkosten; Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen; Fax 0 62 42 / 91 08 20) erhältlich.

 

  Pressemitteilung vom 19.07.2010:

Zugabe zur Ungerer-Ausstellung: Mut zum grenzenlosen Leben

Vortrag "Don't hope, cope! Mut zum Leben" von Dr. Burkhard Hoellen am Donnerstag, dem 5. August 2010 um 19.00 Uhr in Gedenkstätte KZ Osthofen / Begleitveranstaltung zur Tomi Ungerer - Ausstellung

 

Zum Vortrag "Don't hope, cope! Mut zum Leben" des Psychologen Dr. Burkhard Hoellen lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Donnerstag, dem 5. August 2010 um 19.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Der Eintritt ist frei!

Der Vortrag ist eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei!", die bis zum 8. August in der Gedenkstätte zu sehen ist.

Zum Vortrag "Don't hope, cope! Mut zum Leben" Dr. Burkhard Hoellen aus Merzig ist Psychologe, Psychotherapeut und langjähriger Lehrbeauftragter an den Universitäten Saarbrücken und Kaiserslautern. Er gilt als einer der führenden Vertreter der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT). In seinem Vortrag erzählt er von der Lebenseinstellung Tomi Ungerers und von seinen interessanten Gesprächen mit dem Künstler, aus denen die gemeinsame Veröffentlichung "Don´t hope, cope! Mut zum Leben" mit Illustrationen von Tomi Ungerer entstand.

Tomi Ungerer,
im Elsass geboren, ist international berühmt. Sein Werk ist von jeher geprägt durch seine Zugehörigkeit zu einer zweifachen Kulturwelt, der französischen und der deutschen. Das Elsass als Thema und im weiteren Sinne die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland haben ihn in seinen Werken immer wieder beschäftigt. Tomi Ungerers Werke belegen die ambivalente Haltung des Künstlers zur Region seiner Geburt, die immerzu schwankt zwischen Anhänglichkeit und Kritik.

Die Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei!" Erstmals präsentiert der weltbekannte elsässische Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer in einer deutschen KZ-Gedenkstätte eine Ausstellung mit eigenen Werken und Exponaten aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland von 1940-45.

Die Ausstellung präsentiert viele Fotografien, Bilder des jungen Tomi Ungerers sowie Stücke aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland und von Ungerer für die Ausstellung in Osthofen neu erstellte Collagen.

Kooperationspartner der LpB sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Conseil Général du Bas-Rhin - Archives Départementales und das Musée Tomi Ungerer - Centre International de l'Illustration Strasbourg.

 

Plakat "Don't hope, cope! Mut zum Leben"

 Palkat "Don't hope, cope! Mut zum Leben" 

     

     

     

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. August 2010 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen.

  Pressemitteilung vom 14.06.2010:

2500. Besucher in der Ungerer-Ausstellung: Joachim Scheer aus Kaiserslautern

2.500 Besucherinnen und Besucher sahen bisher die Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei" in der Gedenkstätte KZ Osthofen

 

Am 24. Juni 2010, begrüßten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte KZ Osthofen den 2500. Besucher der Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei". Joachim Scheer, Kunstpädagoge aus Kaiserslautern, war überrascht und zeigte sich erfreut, als ihm dafür ein Blumenstrauß und ein Buchpräsent überreicht wurden. Die Ausstellung lobte er nach dem Besuch als sehr gelungen. Er plant die Ausstellung mit einer Schülergruppe noch einmal zu besuchen.

Die Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei"
Erstmals präsentiert der weltbekannte elsässische Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer in einer deutschen KZ-Gedenkstätte eine Ausstellung mit eigenen Werken und Exponaten aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland von 1940-45. In neun Teilbereichen geht es von Tomis Jugend bis zur deutsch-französischen Freundschaft der Jahrzehnte nach dem Krieg. Die Ausstellung mit vielen Fotografien, Bildern des jungen Tomi Ungerers sowie Stücken aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland und von Ungerer für die Ausstellung in Osthofen neu erstellten Collagen, eröffnete am 10. Mai 2010 der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck als Schirmherr der Ausstellung zusammen mit Tomi Ungerer.

Kooperationspartner der LpB bei der Ausstellung sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Conseil Général du Bas-Rhin - Archives Départementales und das Musée Tomi Ungerer - Centre International de l'Illustration Strasbourg.

 

2500. Besucher der Ausstellung, Joachim Scheer (2. v. l.), mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

 2500. Besucher der Ausstellung, Joachim Scheer (2. v. l.), mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  © Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz 

     

     

     

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. August 2010 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen.

  Pressemitteilung vom 14.06.2010:
 


Wie Impfstoff gegen Krieg
(Von Ulrike Schäfer - Wormser Zeitung)

  KZ Osthofen 2 000 Menschen besuchen bislang Tomi-Ungerer-Ausstellung

Etwa 2 000 Menschen haben die Tomi-Ungerer-Ausstellung „Gedanken bleiben frei“ in der Gedenkstätte KZ Osthofen bisher gesehen. „Das ist für unsere Verhältnisse sehr gut“, berichtete jetzt Gedenkstättenleiter Uwe Bader und freute sich besonders, dass auch Besucher von weit hergekommen sind, darunter auch eine ganze Reihe von Schulklassen, die bisher noch nie in der Gedenkstätte waren und sich nun erstmals mit der Dauerausstellung beschäftigten. „Das wollten wir ja auch erreichen“, sagte er. Dass er sich noch ein paar Besucher mehr wünschen würde, steht allerdings außer Frage.

Wie lohnenswert die Beschäftigung mit dem Werk Tomi Ungerers ist, machte nun auch der Vortrag von Thérèse Willer deutlich. Willer ist Leiterin des „Musée Tomi Ungerer“ in Straßburg und ist, wie Uwe Bader betonte, als Hüterin von 11 000 Zeichnungen die beste Kennerin des kreativen Elsässers, der ein unbestechlicher Beobachter seiner Zeit war und ist. In einem ersten Abschnitt erläuterte Willer anhand zahlreicher Illustrationen Ungerers Verhältnis zum Krieg. Das meiste davon ist in der didaktisch sehr ansprechenden Ausstellung zu sehen und gerade auch für Schulklassen ein guter Ansatz zur Auseinandersetzung. Einerseits, weil hier das Thema Krieg und Besatzung aus der Perspektive eines Jungen dargestellt wird, zum anderen, weil die Zeichnungen und Plakate sich nicht nur auf die Grausamkeiten Hitler-Deutschlands beziehen: Das Plakat beispielsweise, das den Abwurf von Carepaketen und Raketen gleichermaßen zeigt, wurde zwar im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg entworfen, ist aber heute noch genauso aktuell.

Willer beleuchtete aber auch Ungerers Verhältnis zu seiner Heimat, der er 20 Jahre lang den Rücken kehrte, um in USA und Kanada zu leben. Emotional kehrte er zu seinen Wurzeln zurück durch die Illustration des „Großen Liederbuchs“, auch heute noch sein meist verkauftes Werk. Neun Jahre arbeitete er daran, wobei er sich - wie bei den Skizzen zur Besetzung des Elsass - von künstlerischen Traditionen inspirieren ließ. Mit einem Stil, der in die Romantik zurückweist, beschwor er die Idylle alter Zeiten und gab damit Elsässern wie Deutschen ein von den Nazis missbrauchtes Volksgut wieder.

Auch Kritik an Landsleuten geäußert

Aber Ungerer stand seinen alemannischen Landsleuten auch durchaus kritisch gegenüber und geißelte ihre Eigenarten, von denen er freilich selbst nicht frei war, in vielen frechen Cartoons. So prangerte er ihre Esslust an, ihre Neigung, sich ins eigene Schneckenhaus zu verkriechen, den Kopf in den Sand zu stecken und zu lamentieren. Der französischen Nachkriegsregierung kreidete er an, dass sie das selbe tat wie die Nazis. Die hatten den Elsässern verboten, Französisch zu sprechen, die Franzosen wollten ihnen das Elsässische verbieten.

Die leidvolle, aber auch fruchtbare Erfahrung mit und zwischen den Kulturen war es aber, die Ungerer zu einem Versöhner und glühenden Verfechter Europas machte. Dem Elsass wies er dabei eine wichtige Vermittlungsrolle zu. Die europäische Einheit, zitierte Willer den unermüdlichen Künstler, sei wie ein Impfstoff gegen Krieg. Sprechendes Schlussbild: Die elsässische Schnecke, die sich mit sichtlicher Neugier aufmacht, um ihr gewohntes Haus zu verlassen und in das neue zukunftsweisende Haus Europa umzuziehen.

   
 


Ausstellungseröffnung in der Gedenkstätte KZ Osthofen am 10.Mai 2010

 

Erstmals präsentiert der elsässische Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer in einer deutschen KZ-Gedenkstätte eine Ausstellung mit eigenen Werken und Exponaten aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland von 1940 bis 45. „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei!“ lautet der Titel.

Ingesamt 400 Gäste waren zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai 2010 in die Gedenkstätte nach Osthofen gekommen, wo der Schirmherr der Ausstellung, Ministerpräsident Kurt Beck, der Ausstellung einen guten Erfolg wünschte.
 

Tomi Ungerer vor der Ausstellungseröffnung   Tomi Ungerer vor der Ausstellungseröffnung   Tomi Ungerer im Gespräch mit Ministerpräsident Kurt Beck

Tomi Ungerer vor der Ausstellungseröffnung und im Gespräch mit Ministerpräsident Kurt Beck © Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Foto: Rudolf Uhrig

Zur Eröffnung sagte Ungerer, es sei schön, seine Sammlung zu zeigen „da die Menschen lernen müssen, was passiert ist.“ Ungerer: „Das war so. Und man muss sich einfach daran erinnern, damit es sich nicht wiederholt! Die Jugend muss sehen, wie die Dinge wirklich waren.“

Dr. Dieter Schiffmann, der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung RLP hob besonders den Gedanken der Völkerfreundschaft zwischen Deutschland und Frankreich hervor: „Diese ganz besondere Tomi-Ungerer-Ausstellung gibt uns, 70 Jahre nach der Besetzung Frankreichs durch die Truppen Nazi-Deutschlands, den Blick frei auf die Erfahrung fremder Besatzung, totalitärer Unterdrückung und des Versuchs gewaltsamer Vereinnahmung, aber auch von Widerstehen und Widerstand unserer Nachbarn im Elsass.“

Der „Weltbürger und Wanderer zwischen Nationen und Kulturen“ führe mit seinen Werken und Sammlungsstücken in die Kriegs- und Besatzungszeit ein,  die er als Junge erlebte. Ungerers Zeichnungen aus dieser Zeit seien bereits karikierend. Die Erfahrungen der Besatzungszeit hätten Ungerer zum „Aktivist trotz allem“ werden lassen, sagte Schiffmann. Die Ausstellung solle „ein künstlerisch-historisches Plädoyer“ sein: für Frieden und Freiheit in Vielfalt. Und eine Mahnung.
 

 

Während der Ausstellungseröffnung   Während der Ausstellungseröffnung
Während der Ausstellungseröffnung © Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Foto: Rudolf Uhrig

 

Tomi Unger, begleitet von Volker Gallé, Vorsitzender des Fördervereins Projekt Osthofen, singt mit dem Publikum „Die Gedanken sind frei!“
Tomi Unger, begleitet von Volker Gallé, Vorsitzender des Fördervereins Projekt Osthofen, singt mit dem Publikum „Die Gedanken sind frei!“ © Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Foto: Rudolf Uhrig

   
  Pressemitteilung vom 26.02.2010:
 


Tomi Ungerers Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei!"
vom 11. Mai - 8. August 2010 in Gedenkstätte KZ Osthofen bei Worms

 
Erstmals präsentiert der weltbekannte elsässische Künstler und Schriftsteller Tomi Ungerer in einer deutschen KZ-Gedenkstätte eine Ausstellung mit eigenen Werken und Exponaten aus seiner Sammlung zur Besetzung des Elsass durch Nazi-Deutschland von 1940-45.

Vom 11. Mai - 8. August 2010 zeigt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in der Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung "Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei!".

An der Vernissage am Montag, dem 10. Mai 2010 um 19.00 Uhr wird Tomi Ungerer selbst teilnehmen. Auch der Schirmherr der Ausstellung, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, nimmt an der Vernissage teil.
 
Blick in die Presskonferenz zur Toni Ungerer-Ausstellung für die Ge-denkstätte KZ Osthofen am 26.02.2010 im Landtag Rheinland-Pfalz
Blick in die Presskonferenz zur Toni Ungerer-Ausstellung für die Gedenkstätte KZ Osthofen am 26.02.2010 im Landtag Rheinland-Pfalz
 
Tomi Ungerer sagt, dass es schön seine Sammlung zu zeigen "so dass die Menschen lernen müssen, was passiert ist, das war so. Und man muss sich einfach daran erinnern, damit es sich nicht wiederholt! Die Jugend muss sehen, wie die Dinge wirklich waren."

Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling, ist überzeugt, dass diese Ausstellung sich nicht nur auf besondere Weise in das diesjährige Motto des Kultursommers `Über Grenzen` einfügt, sondern dass sie einen der kulturellen Höhepunkte im Land darstellen wird: "Es gibt sicherlich kaum einen Künstler, der geeigneter wäre, das diesjährige Kultursommer-Motto mit Leben zu erfüllen, als Tomi Ungerer. Er ist über Grenzen jedweder Art gegangen, wodurch seine Bücher, seine Grafiken, Zeichnungen und Illustrationen bei uns bleibende künstlerische Eindrücke hinterlassen und uns gedankliche Anregungen gegeben haben, die oft unbequem und sperrig, nie aber langweilig oder flach sind. Ungerer, der sich stets kritisch-satirisch mit der NS-Diktatur auseinandergesetzt hat, trägt mit seiner Arbeit auch zu einer grenzüberschreitenden Gedenkarbeit bei, die das Land gerne fördert."
 

Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der LpB: "Diese ganz besondere Tomi-Ungerer-Ausstellung gibt uns, 70 Jahre nach der Besetzung Frankreichs durch die Truppen Nazi-Deutschlands, den Blick frei auf die Erfahrung fremder Besatzung, totalitärer Unterdrückung und des Versuchs gewaltsamer Vereinnahmung, aber auch von Widerstehen und Widerstand unserer Nachbarn im Elsass. Tomi Ungerer, Weltbürger und Wanderer zwischen Nationen und Kulturen, Friedensaktivist und "Freiheitskämpfer" in einem umfassenden Sinn, führt mit seinen Werken und Sammlungsstücken in die Kriegs- und Besatzungszeit ein, die er als 9-13-jähriger Junge erlebte. Eine Zeit, deren besondere Umstände er - widerständig schon damals - kommentierte und zeichnerisch karikierte. Eine Zeit, deren Erfahrungen sein Denken, Handeln und künstlerisches Schaffen niemals los ließen und zu dem berühmten ‚Malgré Tout', zum ‚Aktivist trotz allem' werden ließ. Die Ausstellung ist in diesem Sinne ein künstlerisch-historisches Plädoyer für Frieden, Völkerverständigung und Freiheit in Vielfalt, und eine Mahnung wachsam zu sein und in den Anstrengungen dafür nicht nachzulassen."
 
  Vorn in der Mitte v.l.n.r.: Anja Schwarz-Düser bei der Vorstellung der graphischen Konzeption für die Ausstellung, Micheal Ebling, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Peter Malzkorn (LpB)
Vorn in der Mitte v.l.n.r.: Anja Schwarz-Düser bei der Vorstellung der graphischen Konzeption für die Ausstellung, Micheal Ebling, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Peter Malzkorn (LpB)
  Kooperationspartner der LpB sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Conseil Général du Bas-Rhin - Archives Départementales, das Musée Tomi Ungerer - Centre International de l'Illustration Strasbourg, die Musées de la Ville et de la Communauté Urbaine de Strasbourg.
   
  Wer mehr wissen will – Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
  Zu folgenden Terminen finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei“ statt. Hierzu ist keine Anmeldung notwendig.
Außer dem Eintrittspreis in die Ausstellung fallen auch keine zusätzlichen Gebühren an:
 
Montag, 24. Mai 2010, 14.30 Uhr (Pfingsten)
Donnerstag, 17. Juni 2010, 17.30 Uhr
Sonntag, 27. Juni 2010, 11.00 Uhr
Donnerstag, 8. Juli 2010, 17.30 Uhr
Sonntag, 25. Juli 2010, 14.30 Uhr
Donnerstag, 5. August 2010, 17.30 Uhr
   
  Begleit-Veranstaltungen
  Vortrag von Dr. Burkhard Hoellen, Merzig: "Don't hope, cope! Mut zum Leben" 
 

Donnerstag, den 5. August 2010 um 19.00 Uhr Gedenkstätte KZ Osthofen

  Der Psychologe und Psychotherapeut erzählt von der Lebenseinstellung Tomi Ungerers und von seinen tiefsinnigen Gesprächen mit dem Künstler, aus denen die gemeinsame Veröffentlichung „Don’t hope, cope! Mut  zum Leben“ mit Illustrationen von Tomi Ungerer entstand. Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei“ Plakat "Don't hope, cope! Mut zum Leben"